Sonntag, 23. April 2017

Rezension zu "The Real Thing" von Samantha Young

Quelle: Ullstein
Titel: The Real Thing: Länger als eine Nacht
Autor/in: Samantha Young
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-548-28866-6
Preis: 9,99€ Taschenbuch; 8,99€ eBook



Inhalt

Jessica Huntington ist Ärztin und arbeitet in einem Frauengefängnis. Sie hangelt sich von einer losen Beziehung zur nächsten. Eines Tages entdeckt sie nie abgeschickte Liebesbriefe einer ehemaligen Insassin. Sie folgt der Adresse auf den Umschlägen nach Hartwell, Delaware, einem kleinen gemütlichen Ort an der Ostküste der USA. Dort stolpert sie in Cooper Lawsons Bar am Boardwalk von Hartwell und kurz darauf in sein Herz. Vom ersten Moment an herrscht zwischen den beiden eine explosive Anziehungskraft. Denn Cooper ist so ganz anders als die arroganten Ärzte, die Jessica sonst sporadisch datet, nämlich ehrlich und direkt und dabei unheimlich sexy. Aber Jessica will und kann Cooper nicht ganz an sich heranlassen. Zu viel ist in ihrer Vergangenheit geschehen, ihre Familie ist zerrüttet. Und auch Cooper ist vom Verrat durch seinen besten Freund traumatisiert. Doch Jessica und Cooper können sich gegenseitig Halt und Liebe geben. Sie müssen es nur erst noch begreifen…


Meine Meinung

Ich habe Samantha Youngs Edingburgh Lovestory-Reihe ja total geliebt und musste deswegen auch mit dieser Reihe hier beginnen. Jessica ist ein sympathischer und bodenständiger Charakter und auch Cooper mochte ich wirklich gern. Nur finde ich, Jessica hat sich viele Probleme selbst bereitet und ich konnte ihre Handlungen und Gedankengänge nicht immer ganz nachvollziehen. Einerseits schien sie mir eine sehr gewissenhafte Person zu sein, andererseits kamen mir ihre Handlungen manchmal fernab der Realität vor. Die Liebesgeschichte zwischen Cooper und Jessica war intensiv, aber nicht so intensiv, wie ich es von Samantha Young eigentlich gewöhnt bin. Aber gut, das ging mir mit dem ersten Band der Edinburgh Lovestorys-Reihe auch so, ich musste mich erst einmal in die Welt hineinfinden und mit den Protagonisten und Nebencharakteren vertraut werden, um mich voll und ganz auf die Geschichten einlassen zu können. Je länger man in dieser kleinen Welt drin ist, desto mehr fiebert man auch mit den Charakteren mit und desto sympathischer findet man sie. So geht es zumindest mir immer, deshalb mag ich beim New Adult Genre gerne Reihen, in denen die Nebencharaktere in den Folgebänden als Protagonisten wiederkehren. Aber gut, das tut ja im Endeffekt jetzt hier nichts zur Sache. Ich denke, dass der erste Band der Reihe einfach nicht Samantha Youngs stärkster Band in der jeweiligen Reihe ist, umso mehr freue ich mich auf die Geschichte von Bailey und Vaughn. Bailey war in diesem Band ein Nebencharakter, den ich sehr ins Herz geschlossen habe und der mir von Anfang an sehr sympathisch war. Im Klappentext steht, dass Jessica Briefe einer ehemaligen Gefängnisinsassin findet. Das stimmt auch, nur finde ich leider, dass diese Briefe im Laufe der Geschichte zu sehr in den Hintergrund gedrängt werden und eine sehr lange Zeit gar nicht mehr erwähnt werden. Die Auflösung fand ich dann ganz nett gemacht, weil sich die Geschichte von Sarah und George und die von Jessica und Cooper durch die Briefe miteinander verbunden haben. Der Schreibstil war wie von Samantha Young gewöhnt sehr angenehm und flüssig und die Geschichte ließ sich schnell und angenehm lesen. 

Fazit

Ich fand das Buch wirklich unterhaltsam und schön und ich habe auch mit Jessica und Cooper mitgefiebert, aber es war auch irgendwie nichts Neues. Es war auf jeden Fall nicht Samantha Youngs stärkster Roman, aber mich hat er trotzdem gut unterhalten und einige schöne Lesestunden bescheren können. Für Fans von Samantha Young ist dieses Buch natürlich ein absolutes Muss und ich kann es auch wirklich nur empfehlen, da es sehr atmosphärisch ist und ein wenig Urlaubslaune mit sich bringt, was gerade an etwas kühleren Apriltagen sehr schön ist. Von mir bekommt die Geschichte um Jessica und Cooper 4 von 5 Sternen und ich bin sehr gespannt auf den Folgeband, den ich auch schon begonnen habe. 




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