Mittwoch, 10. Mai 2017

Rezension zu "Das Juwel: Die Gabe" von Amy Ewing

Quelle: Fischer

Titel: Das Juwel: Die Gabe
Autor/in: Amy Ewing
Verlag: Fischer Jugendbuch
ISBN: 978-3-8414-2104-3
Preis: 16.99€ Hardcover; 14,99€ eBook


Inhalt

Violet lebt in Armut, aber sie hat eine besondere Gabe. Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist …
Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. 
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel. 


Meine Meinung

Die adligen Frauen, die im Juwel leben, können selbst keine Kinder bekommen und ersteigern sich auf Auktionen sogenannte Surrogate, die für sie ihre Kinder austragen sollen. Violet Lasting ist ein solches Surrogat und wird von einer Adligen gekauft, damit sie ihr eine Tochter schenkt. 
Ich war mir Anfangs nicht sicher, ob mir das Buch gefallen würde und ob es meinen Geschmack treffen würde. Aber es hat mich absolut von sich überzeugen können. Es war auf keiner Seite langweilig und die Story konnte mich total packen. Violet wird von ihrer neuen Herrin behandelt, wie alle Surrogate behandelt werden, nämlich wie ein Objekt, mit dem man nach Belieben verfahren kann, da man es ja gekauft hat. Das fand ich wirklich schlimm, hat der Geschichte aber einen besonderen Reiz gegeben, weil man unbedingt wissen will, ob es Violet gelingt, sich von ihrer Herrin freizumachen oder ob sie sich ihrem Schicksal fügt. Violet wird immer wieder über ihre Grenzen hinaus getrieben, sei es körperlich als auch seelisch. Denn was sie im Palast ertragen muss, ist wirklich menschenunwürdig. 
Die Palastintrigen fand ich wirklich spannend und haben der Geschichte das gewisse Etwas gegeben. Die reichen Damen wollen sich alle gegenseitig ausstechen und machen auch vor dem Besitz anderer keinen Halt. Da die Surrogate auch als Besitz gelten, sind sie hier mit eingeschlossen.  
Violet ist sehr eigensinnig und gibt der Herzogin und dem Arzt des Öfteren Widerworte, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Sie bemitleidet sich nicht nur selbst, sondern versucht, aus dieser Situation auszubrechen. Violet ist ein wirklich starker Charakter und war mir sehr sympathisch.
Auch Lucien und Annabelle fand ich sehr sympathisch. 
Einzig die Liebesgeschichte zwischen Violet und Ash konnte mich nicht völlig von sich überzeugen, da es meiner Meinung nach viel zu schnell ging und ich im Allgemeinen kein großer Verfechter des Insta-Love-Phänomens bin. Mir kam hierbei zu wenig rüber, es wurden zu wenige Momente zwischen den beiden beschrieben, wie sie sich kennen lernten. Als Leser wurde man vor vollendete Tatsachen gestellt, nämlich, dass die beiden sich gesehen haben und es Liebe auf den ersten Blick war. Tut mir leid, aber aus dem Disney-Alter bin ich für meinen Teil raus und glaube nicht an solche Begebenheiten. Deshalb war das ganze für mich etwas unglaubwürdig, aber nun ja. 
Generell konnte ich Ash wirklich gut leiden und vor allem der Schluss des ersten Bandes hat mir wahnsinnig gefallen, da ich damit gar nicht gerechnet hätte (Achtung, das Buch hat einen fiesen Cliffhanger!)


Fazit

Ich fand die Geschichte sehr besonders und wirklich großartig. Etwas in der Art habe selbst ich noch nie gelesen, und das soll wirklich was heißen. Ich muss mir auf jeden Fall in den kommenden Tagen den zweiten Band kaufen, sonst werde ich wegen des Cliffhangers noch wahnsinnig. Ich habe zwischendrin zwischen 4,5 und 5 Sternen geschwankt, da mir die Liebesgeschichte zwischen Violet und Ash nicht soooo wahnsinnig gut gefallen hat, aber das Ende hat wieder alles herausgerissen und mich ihm volle 5 Sterne geben lassen. Ich war absolut begeistert!


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